Die stärkste Verschlüsselung nützt wenig, wenn das Passwort davor schwach oder wiederverwendet ist. Ihre eigene Sicherheit liegt zu einem großen Teil bei Ihnen selbst – hier erfahren Sie, worauf es ankommt.
Die meisten kompromittierten Konten fallen nicht durch geknackte Verschlüsselung, sondern durch schwache oder wiederverwendete Passwörter, die bei einem ganz anderen Anbieter geleakt wurden.
Wird ein Passwort bei einem Anbieter geleakt, probieren Angreifer es automatisiert bei hunderten anderen Diensten aus (Credential Stuffing). Ein wiederverwendetes Passwort macht aus einem fremden Datenleck Ihr eigenes.
Eine lange Passphrase aus mehreren zufälligen Wörtern ist für Sie leichter zu merken und für einen Computer schwerer zu erraten als "Sommer2024!". Mindestens 16 Zeichen sind ein guter Richtwert.
Niemand kann sich Dutzende einzigartige, lange Passwörter merken – und das ist auch nicht nötig. Ein Passwort-Manager generiert und speichert sie verschlüsselt, Sie merken sich nur noch ein einziges Tresor-Passwort dafür.
Ein zweiter Faktor – Authenticator-App oder Passkey – schützt Ihr Konto selbst dann, wenn ein Passwort trotz aller Vorsicht doch einmal in falsche Hände gerät.
Dienste wie "Have I Been Pwned" zeigen, ob Ihre E-Mail-Adresse in einem bekannten Datenleck aufgetaucht ist. Taucht sie auf, ändern Sie das betroffene Passwort umgehend – überall, wo Sie es wiederverwendet haben.
Eine Notiz-App, ein Textdokument oder ein Zettel am Monitor sind kein sicherer Aufbewahrungsort. Genau für diesen Zweck gibt es Passwort-Manager und – für den digitalen Nachlass – finilog selbst.
Login-Passwort, Tresor-Passwort und Recovery Kit sehen auf den ersten Blick nach unnötiger Komplexität aus. Tatsächlich schützt jedes vor einem anderen Risiko – und die Trennung selbst ist ein Sicherheitsmerkmal.
Meldet Sie bei finilog an, genau wie bei jedem anderen Online-Dienst. Es öffnet Ihr Konto, aber nicht Ihren Tresor – zur Ver- und Entschlüsselung wird es nicht verwendet.
Verlässt zu keinem Zeitpunkt Ihr Gerät. Aus ihm wird lokal der Schlüssel abgeleitet, der Ihre Nachlass-Einträge ver- und entschlüsselt. Wir speichern es nicht und können es folglich auch nicht zurücksetzen.
Ein einmalig ausgedruckter Code für den Ernstfall: Vergessen Sie Ihr Tresor-Passwort, ist dies der einzige Weg zurück in Ihren Tresor. Optional lässt er sich zusätzlich an einen Passkey binden.
Der Grund für die Trennung: Ein kompromittiertes Login-Passwort öffnet noch keinen Tresor, ein Tresor-Passwort auf Ihrem Gerät ist einem Server-Einbruch gar nicht erst ausgesetzt, und das Recovery Kit funktioniert unabhängig von beidem – als bewusst offline gehaltener Rettungsweg. Ein einziges gemeinsames Passwort für alles wäre einfacher zu merken, aber jede Schwachstelle würde sofort zur Schwachstelle für alles Übrige.
Sobald Sie für jemanden als Erbe hinterlegt sind, bekommen Sie automatisch ein eigenes Schlüsselpaar, mit dem ererbte Daten später speziell für Sie verschlüsselt werden. Der private Teil davon ist – genau wie oben – auf drei unabhängigen Wegen entsperrbar: Ihr Login-Passwort, ein Passkey oder ein eigenes Recovery Kit. Ihr Login-Passwort übernimmt hier also zusätzlich eine zweite Aufgabe.
Das ist bewusst so und weniger riskant, als es klingt: Dieser Schlüssel öffnet technisch gar nichts, solange kein Erbfall tatsächlich ausgelöst und von uns freigegeben wurde – erst danach werden ererbte Daten überhaupt entschlüsselbar. Ihr Login-Passwort schützt dabei also wirklich nur in genau diesem einen Moment etwas, nicht davor. Ändern Sie Ihr Login-Passwort, wird dieser Schutz automatisch mit dem neuen Passwort aktualisiert.
Von der Passwort-Eingabe bis zum verschlüsselten Eintrag – die technischen Details unserer Zero-Knowledge-Architektur.
Zero-Knowledge verstehen →Login-Passwort aktualisieren, Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichten oder Ihr Recovery Kit an einen Passkey binden.
Zu den Einstellungen →Ein einzigartiges, langes Tresor-Passwort ist der wichtigste Schritt, um Ihren digitalen Nachlass wirklich zu schützen.
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