Kann ich mein PayPal-Guthaben vererben?

Ja — und das ist bei digitalen Diensten die Ausnahme, nicht die Regel. Guthaben ist schlicht Geld und fällt damit in den Nachlass, während man bei den meisten anderen Diensten nur einen Vertrag beendet, statt etwas zu erben.

🗓 Zuletzt geprüft: 10.08.2026 🌍 Gilt in DE · AT · CH🧭 Ich bin neugierig

Häufige Fragen

Wie kommen Erben an das Guthaben?

Laut dem offiziellen PayPal-Hilfeartikel zum Konto einer verstorbenen Person müssen Erben zunächst Kontakt zum PayPal-Kundenservice aufnehmen und mehrere Nachweise einreichen: eine Kopie der Sterbeurkunde, einen amtlichen Lichtbildausweis sowie Unterlagen, die die Berechtigung zur Verwaltung des Nachlasses belegen — etwa einen Erbschein oder das Testament. PayPal prüft den Kontostatus anhand dieser Unterlagen und veranlasst anschließend die Auszahlung: Das Guthaben wird auf ein verknüpftes Bankkonto oder ein PayPal-Konto der Erben überwiesen, bevor das Konto des Verstorbenen endgültig geschlossen wird.

Was ist mit offenen Forderungen?

Die Universalsukzession nach § 1922 BGB gilt in beide Richtungen: Erben übernehmen nicht nur das Guthaben, sondern auch offene Verbindlichkeiten des Verstorbenen, etwa einen negativen PayPal-Saldo oder ungeklärte Zahlungsverpflichtungen aus Käufen. Ein Konto mit offenen Forderungen lässt sich laut PayPal nicht schließen, solange diese nicht beglichen sind. Übersteigen die Schulden des gesamten Nachlasses dessen Vermögen, können Erben die Erbschaft innerhalb der gesetzlichen Frist ausschlagen und haften dann für die Verbindlichkeiten nicht — das gilt für ein PayPal-Konto genauso wie für jeden anderen Teil des Nachlasses.