Was jetzt zu tun ist — nach Dringlichkeit geordnet, mit Fristen. Sie müssen nicht alles heute erledigen.
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Das Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer wird im Sterbefall automatisch benachrichtigt und meldet dem Nachlassgericht, ob eine Verfügung verwahrt wird. Erfasst sind aber nur notariell beurkundete und amtlich verwahrte Dokumente — ein Testament in der Schublade steht dort von Gesetzes wegen nicht.
Die nach dem Todesmonat überwiesene Rente gehört nicht zum Nachlass und wird vom Rentenversicherungsträger zurückgebucht. Wer sie ausgibt, muss sie ersetzen — Witwen und Witwer beantragen stattdessen das Sterbevierteljahr und bekommen so drei Monate Zeit für den Antrag auf Hinterbliebenenrente.
Die Sterbeurkunde stellt das Standesamt des Sterbeortes aus; der Tod muss ihm spätestens am dritten Werktag danach angezeigt werden. Ehepartner, Lebenspartner, Vorfahren und Abkömmlinge erhalten sie ohne weitere Begründung — alle anderen müssen ein berechtigtes oder rechtliches Interesse darlegen.
Das PayPal-Konto eines Verstorbenen kann von Erben aufgelöst werden; PayPal verlangt dafür laut eigenem Hilfebereich die Sterbeurkunde sowie einen Nachweis der Erbberechtigung, etwa einen Erbschein oder ein eröffnetes Testament. Eine feste Bearbeitungsfrist nennt PayPal nicht — bis zur Klärung bleibt das Konto gesperrt, ohne dass dadurch zusätzliche Kosten entstehen.
In den ersten Tagen sind laut § 28 Personenstandsgesetz nur wenige Dinge wirklich fristgebunden: die ärztliche Todesbescheinigung und die Anzeige beim Standesamt spätestens am dritten auf den Tod folgenden Werktag. Die Sterbeurkunden und die Bestattung selbst haben je nach Bundesland mehr Spielraum, auch wenn es sich in den ersten Stunden nicht so anfühlt.
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