Apple-Nachlasskontakt einrichten

Apple erlaubt es, bis zu fünf Personen als Nachlasskontakt zu hinterlegen, die nach Vorlage einer Sterbeurkunde Zugriff auf iCloud-Daten erhalten. Die Einrichtung dauert etwa vier Minuten und erfolgt direkt in den Apple-ID-Einstellungen auf iPhone, iPad oder Mac.

⏱ 4 Minuten🗓 Zuletzt geprüft: 10.08.2026 🌍 Gilt in DE · AT · CH🧭 Ich sorge vor

Schritt für Schritt

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    Einstellungen öffnen

    Öffnen Sie auf iPhone, iPad oder Mac die Einstellungen und tippen Sie oben auf Ihren Namen, um zu den Apple-ID-Einstellungen zu gelangen. Laut Apple Support setzt der Nachlasskontakt mindestens iOS 15.2, iPadOS 15.2 oder macOS 12.1 sowie eine mit Zwei-Faktor-Authentifizierung geschützte Apple-ID voraus. Bestätigen Sie den Zugriff bei Bedarf per Face ID, Touch ID oder Gerätecode.

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    Apple-ID auswählen

    Tippen Sie in den Apple-ID-Einstellungen auf „Passwort & Sicherheit" und wählen Sie dort „Nachlasskontakt". Sie gelangen so in die Übersicht, in der bereits eingetragene Personen erscheinen und in der Sie sehen, wie viele der bis zu fünf möglichen Plätze noch frei sind.

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    Nachlasskontakt hinzufügen

    Tippen Sie auf „Nachlasskontakt hinzufügen" und wählen Sie eine Person aus Ihren Kontakten aus, oder laden Sie sie per Nachricht ein. Die Person muss die Einladung nicht sofort bestätigen; Apple erzeugt für sie automatisch einen eigenen, nur für den Ernstfall gültigen Zugriffsschlüssel.

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    Zugriffsschlüssel weitergeben

    Ihr Nachlasskontakt erhält von Apple einen langen alphanumerischen Zugriffsschlüssel wahlweise als PDF zum Ausdrucken oder als QR-Code per Nachricht. Bewahren Sie ihn getrennt von anderen Zugangsdaten auf: Apple gewährt Zugriff erst, wenn dieser Schlüssel zusammen mit einer offiziellen Sterbeurkunde eingereicht wird.

Häufige Fragen

Was sieht der Nachlasskontakt?

Sobald Ihr Nachlasskontakt Zugriffsschlüssel und Sterbeurkunde eingereicht hat, gewährt Apple laut Apple Support Zugang zu fast allen in iCloud gespeicherten Daten: Fotos und Videos, Nachrichten, Notizen, Dateien, Kalender, Erinnerungen, heruntergeladene Apps sowie Geräte-Backups. Der Zugriff ist allerdings befristet – nach drei Jahren ab der ersten Genehmigung löscht Apple den Account endgültig, sodass Angehörige wichtige Inhalte in dieser Zeit sichern sollten.

Was sieht der Nachlasskontakt nicht?

Explizit ausgenommen sind laut Apple Support lizenzierte Inhalte, die Sie gekauft, aber nie tatsächlich besessen haben: Filme, Musik, Hörbücher und E-Books bleiben unzugänglich, ebenso In-App-Käufe wie Abonnements oder Spielwährung. Auch alle im Schlüsselbund gespeicherten Daten – Passwörter, Passkeys und Zahlungsinformationen – sind vom Zugriff ausgeschlossen. Der Grund ist rechtlicher Natur: Für gekaufte Medien erwerben Sie nur eine Nutzungslizenz, kein übertragbares Eigentum.

Kann ich den Nachlasskontakt wieder entfernen?

Ja, jederzeit. Sie können einen Nachlasskontakt in den Apple-ID-Einstellungen unter „Passwort & Sicherheit" ebenso einfach wieder entfernen, wie Sie ihn hinzugefügt haben. Laut Apple Support erlischt der zugehörige Zugriffsschlüssel in diesem Moment sofort, sodass die entfernte Person keinerlei Zugriff mehr anfordern kann. Das macht es unkompliziert, die Auswahl anzupassen, etwa wenn sich eine Beziehung ändert oder Sie eine andere Vertrauensperson bevorzugen.

Gilt das auch für Käufe und Abonnements?

Nein. Käufe und Abonnements gehören zu den wenigen Bereichen, die dem Nachlasskontakt laut Apple Support ausdrücklich verschlossen bleiben – dazu zählen gekaufte Filme, Musik, Bücher sowie laufende Abonnements und In-App-Käufe. Diese Inhalte sind lizenzgebunden an die ursprüngliche Apple-ID und lassen sich nicht auf eine andere Person übertragen. Für Erben bedeutet das: Der Nachlasskontakt sichert vor allem persönliche Daten wie Fotos und Dokumente, nicht den Wert digital gekaufter Medien.