Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie Sie bei den großen Anbietern festlegen, wer nach Ihrem Tod Zugriff auf Ihr Konto erhält.
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Microsoft kennt keinen Nachlasskontakt: Man kann zu Lebzeiten niemanden benennen. Angehörige in Deutschland wenden sich nach dem Tod an den Microsoft-Kundensupport und weisen ihr Erbrecht nach — unter anderem mit einem Erbschein oder einem anderen gerichtlichen Dokument.
LinkedIn kennt zwei Wege: das Profil in den Gedenkzustand versetzen oder das Konto schließen. Melden darf jede Person; schließen nur, wer berechtigt ist, im Namen der verstorbenen Person zu handeln — und dafür verlangt LinkedIn ein gerichtliches Zeugnis, kein Testament und keine Vollmacht.
Bitwarden hat mit dem Notfallzugang die einzige echte Frist-und-Freigabe-Funktion der drei großen Anbieter: Eine Vertrauensperson stellt einen Antrag, und nach einer vom Kontoinhaber gesetzten Wartezeit wird er automatisch gewährt. 1Password setzt stattdessen auf ein gedrucktes Notfall-Kit, KeePass auf die Datei selbst — und keiner der drei weiß, dass jemand gestorben ist.
Apple erlaubt es, bis zu fünf Personen als Nachlasskontakt zu hinterlegen, die nach Vorlage einer Sterbeurkunde Zugriff auf iCloud-Daten erhalten. Die Einrichtung dauert etwa vier Minuten und erfolgt direkt in den Apple-ID-Einstellungen auf iPhone, iPad oder Mac.
Google nennt die Funktion „Kontoinaktivität-Manager“: Sie legen fest, nach wie vielen Monaten ohne Anmeldung bis zu zehn Vertrauenspersonen benachrichtigt werden und welche Daten sie erhalten. Optional wird das Konto danach automatisch gelöscht.
Facebook kennt zwei getrennte Wege: einen zu Lebzeiten benannten Nachlasskontakt, der das Profil später im Gedenkzustand verwaltet, und die Löschung des Kontos nach dem Tod. Beides schließt sich gegenseitig aus und wird in den Kontoeinstellungen festgelegt.
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