Wallets, Seed Phrases und Börsenkonten — was Erben brauchen und was ohne Vorsorge unwiederbringlich verloren ist.
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Liegen Kryptowerte auf einer Börse, verwahrt das Unternehmen die Schlüssel, und der Nachlass läuft wie bei einer Bank über ein Verfahren mit Sterbeurkunde und Erbnachweis. Das ist der Gegensatz zur Selbstverwahrung: Dort gibt es niemanden, an den man einen Antrag stellen könnte.
Aus der Wiederherstellungsphrase lässt sich eine Wallet vollständig neu aufbauen; wer sie hat, hat das Geld. Genau deshalb gehört sie nicht in einen Onlinespeicher und nicht in eine Nachricht — in den digitalen Nachlass gehört der Hinweis, wo sie liegt, nicht die Phrase selbst.
Eine 2-von-3-Signatur ist die technisch sauberste Nachlassregelung für Kryptowerte: Zu Lebzeiten kommt niemand allein an die Mittel, im Erbfall genügen zwei der drei Schlüssel. Der Preis ist die Einrichtung — wer den Umgang damit nicht beherrscht, verliert damit schneller Geld, als er es sichert.
Ein Ledger ist ohne die 24-Wort-Wiederherstellungsphrase für Erben wertlos — das Gerät selbst nützt ohne PIN nichts, und Ledger kann weder PIN noch Phrase zurücksetzen. Die Phrase muss deshalb getrennt vom Gerät hinterlegt und im Erbfall auffindbar sein.
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